Die Zeit von Montag bis Mittwoch war wirklich wahnsinnig schön aber auch sehr anstrengend.
Nach einer spannenden Hinreise (Christine hatte zwar einen Plan in der Hand aber nicht so richtig im Kopf und so war jedes Umsteigen eine neue Überraschung ;) ) standen uns drei Tage voller Süßigkeiten, Kaffee,
Pilzsammelwanderungen,
Meerbesuchen,
Fotospringens
und selbstverständlich viel „Programm“ bevor.
Wir redeten über die Erwartungen die wir hatten, die an uns gestellt wurden und lernten uns durch Marcel Prousts 25 Fragen sehr gut kennen (einfach mal googlen ;) )
Während wir also im Wald versuchten die essbaren Pilze (Pfifferlinge, Steinpilze, Champions) von den giftigen und tödlichen (Fliegenpilze und andere lecker aussehende Teile) zu unterscheiden
und Abends daraus eine Suppe kochten (die wir alle überlebten, was für den Erfolg bei der Pilzsuche spricht) verging die Zeit viel zu schnell und so waren wir, ehe wir uns versahen, auch schon wieder zurück in Kopenhagen.
Das hat natürlich auch etwas schönes, denn unser WG-Leben bringt immer wieder Überraschungen und viel Spaß.
Gerade das Essen hat bei uns immer einen besonderen Stellenwert.
Zum einen spielt da natürlich die erste Sache, die man als Freiwilliger lernt, eine große Rolle.
„Iss was du kriegen kannst! Man weiß nie woraus die nächste Mahlzeit besteht und wann man diese bekommt!“
Aufgrund dieser Einstellung hatte ich mich schon mit meinem Abendessen in Form eines fast einer Woche alten im Kühlschrank liegenden Stückes Zimtkuchen abgefunden, als Inga plötzlich von ihrer Arbeitsbesprechung mit Essen nach Hause kam!
Es seien wohl weniger Leute zu einem Meeting gekommen, als angemeldet und so konnte sie ein wenig von dem Buffet mit nach Hause nehmen.
Die Leute schienen wichtig gewesen zu sein, denn das Essen bestand aus Leckereien wie:
Lachsröllchen, Krebsfleisch in kleinen Essbaren Töpfen (aus Mürbteig oder so), Curryspieße, Frikadellen, Reis und Bohnen in Blätterteig gerollt und!!! Straußenfleisch.
Als Freiwilliger im ständigen Kampf mit der Ungewissheit probiert man selbstverständlich alles und ist immer wieder überrascht, was alles schmecken kann.
Ab heute Abend wird Strauß in die Liste der essbaren Tiere aufgenommen (zitat: Martin Strobel)
Gut, dass wir einen Zoo in der näheren Umgebung haben...
Das mit der dänischen Aussprache üben wir immernoch und währe es nicht so wunderbar lustig, würden wir uns vielleicht auch noch mehr Mühe geben. Aber ohne gewisse Aussprachefehler und Missverständnisse wäre das Leben ja nur halb so lustig nicht wahr ;)

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